Sparbriefe: Sichere Anlage ohne Wertverlust
Ein
Sparbrief ist eine gute Möglichkeit, Kapital mittelfristig sicher und gewinnbringend anzulegen. Er wird als verzinste Geldanlage von Banken und Sparkassen angeboten. Das Prinzip ist einfach: Ein bestimmter Betrag wird für einen bestimmten Zeitraum zu einem garantierten Festzins angelegt. Diese Zinssätze sind höher als der durchschnittliche Sparzins, fallen aber natürlich geringer aus, als bei börsennotierten Wertpapieren. Sie haben aber im Gegensatz zu diesen den Vorteil, dass es hierbei keinen Wertverlust und kein Minuswachstum gibt. Der Sparbrief bietet Kapitalsicherheit, eine garantierte Rendite und ist darüber hinaus gebührenfrei.
Auf den Zinssatz achten
Die Höhe der Zinssätze bei Sparbriefen steigt in der Regel mit der Laufzeit. Allerdings kann es auch vorkommen, dass Verträge mit einer längeren Laufzeit einen niedrigeren Zinssatz haben, nämlich dann, wenn ein allgemeines Absinken des Zinsniveaus erwartet wird. Eine lange Laufzeit lohnt sich vor allem in erwarteten Hochzinsphasen, wenn sich durch den Sparbrief überdurchschnittlich hohe Zinsen über einen größeren Zeitraum hinweg sichern lassen. Es lohnt sich also, die langfristigen Entwicklungen auf dem Finanzmarkt zu beobachten und die Entscheidung, ob es eine kurz- oder eine langfristige Anlage sein soll, genau abzuwägen. Das ist auch deshalb der Fall, da Sparbriefe nicht gekündigt werden können. Der Anleger legt sich fest und kommt während der Vertragslaufzeit nicht an sein Kapital. Bei einigen Anbietern gibt es allerdings die Option, den Betrag zu splitten oder vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen, wenn sich in Bezug auf seine
Finanzen eine unvorhergesehene Situation ergibt. In diesem Fall wird das Kapital vor dem regulären Laufzeitende des Vertrages freigegeben, hierbei sind aber in der Regel Zinsverluste zu erwarten.
Eine sichere Sache
Sparbriefe gehören zu den sichersten Arten der Geldanlage, denn sie unterliegen der höchsten Einlagensicherung. In Deutschland greift beispielsweise ein zweistufiges Sicherheitssystem, das dann eingreift, wenn das Geldinstitut, das den Sparbrief ausgegeben hat, Pleite gehen sollte. Innerhalb der Europäischen Union sind Bankeinlagen wie Sparbriefe bis zu einem Betrag von 50.000 Euro staatlich garantiert. Und dieser Betrag ist noch einmal angehoben worden, seit 2010 sind sogar 100.000 Euro abgesichert.
Zusätzlich zur gesetzlichen Sicherung machen sich aber auch die Anbieter selbst für dieses Produkt stark: Es gibt einen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), der Kapitaleinlagen in mehrstelliger Millionenhöhe absichert. Aber auch Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken haben eigene Sicherungssysteme für ihre Einlagen und minimieren so das Risiko für die Sparer.
Wer also eine Weile auf den uneingeschränkten Zugriff auf sein Geld verzichten kann, sollte eine Anlage als Sparbrief also durchaus einmal in Betracht ziehen. Üblich ist ein Zwölfmonatsrhythmus, das heißt, die Beendigung des Vertrages ist nach 12, 24 oder 36 Monaten usw. möglich.
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