Tagesgeld oder Festverzinsliche Anlage

Aktien, Optionsscheine und Rohstoffe erfordern viel Fachwissen und weisen als Investitionsobjekte ein hohes Risiko auf, weshalb für normale Sparer meist sichere Anlagen sinnvoller sind, bei denen das Kapital sicher ist und trotzdem eine angenehme Wertsteigerung zu verzeichnen ist. Bei der Frage nach einem sicheren Investitionsprodukt stellt sich bei vielen Sparern aber schnell die Frage, ob man sich für ein festverzinsliches Produkt oder aber für das in den letzten Jahren immer stärker umworbene Tagesgeld entscheiden sollte. Beide Anlagen bieten Zinsen für das auf den Sparbüchern bzw. Konten hinterlegte Geld, aber die Gestaltung von festverzinslicher Anlage und einem Tagesgeldkonto unterscheidet sich in vielen wesentlichen Aspekten.
Während das Tagesgeldkonto ein verzinstes Konto darstellt, über das der Inhaber des Kontos jederzeit frei verfügen kann, so wird das Geld bei einem festverzinslichen Sparvertrag oder Sparbuch für mehrere Jahre fest angelegt, wenn man schneller an das Kapital kommen möchte ist das meist mit großen Zinsverlusten zu bezahlen. Bei beiden Anlagearten bezieht sich die Verzinsung auf den Zeitraum eines Jahres, in der Regel werden die Zinsen einmal jährlich ausgeschüttet, bei Tagesgeldkonten ist teilweise auch eine vierteljährliche oder sogar monatliche Auszahlung möglich. Beim Tagesgeld kann man sich aufgrund der freien Verfügbarkeit direkt nach der Gutschrift auch die Zinsen bar auszahlen lassen, bei der festverzinslichen Alternative hingegen wird das Kapital nur auf das Sparkonto überwiesen und kann erst am Ende der fest vereinbarten Laufzeit verwendet werden. Deshalb eignet sich das Tagesgeld vor allem für Sparer, die trotzdem flexibel mit dem Geld umgehen möchten und eventuell nur ein Zwischendepot für das eigene Kapital benötigen, bevor das Geld beispielsweise wieder in andere Anlageobjekte investiert wird (beispielsweise Aktien, Immobilien, Unternehmensanleihen etc.). Bei festverzinslichen Anlagen hat man allerdings den großen Vorteil, dass man bei Zustandekommen des Vertrages über den gesamten Zeitraum einen festen Zinssatz auf sein Konto oder Sparbuch erhält, theoretisch könnte die jeweilige Geld den Zinssatz des Tagesgeldes täglich ändern, da sich der Vorteil der freien und täglichen Verfügbarkeit durch den Kunden quasi erkauft wird. In der Realität bieten die meisten Banken allerdings ein festes Zinsniveau für einen bestimmten Zeitraum, beispielsweise 4 % p.a. für mindestens ein Jahr, sodass dieses Risiko bei richtiger Auswahl der Bank und des Kontos eingeschränkt werden kann. Falls der Zinssatz aber doch einmal zu tief sinken sollte, erlaubt die freie Verfügbarkeit eben auch, dass man ein anderes Konto bei einem anderen Kreditinstitut eröffnet und das Geld einfach auf das Konto überweist, auf dem ein höherer Zinssatz erreicht werden kann. Wer also auf der Suche nach einer ertragreichen Rendite ist und sein Geld für einen längeren Zeitraum nicht anderweitig verplant hat, der sollte sich um eine festverzinsliche Anlage bemühen, wer flexibel bleiben möchte und sich nicht zu sehr festlegen möchte, der kann sich für das Tagesgeldkonto entscheiden.

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