Bundesanleihe – Die sichere Geldanlage

Private Anleger sollte einen Großteil ihres privaten Vermögens in sichere Geldanlagen investieren, um ihr Vermögen vor unvorhersehbaren Krisen an den Kapitalmärkten zu schützen. Es empfiehlt sich nie mehr Geld in spekulative Anlagen zu investieren, als man notfalls komplett entbehren könnte. Aktienspekulationen können das Sahnehäubchen auf den Vermögensaufbau setzen, die Grundlage sollten aber stets konservativen Kapitalanlagen wie Bundesanleihen, Bundesobligationen, Festgeld, Bundesschatzbriefe und ähnliches, bilden.
Bundesanleihen stehen für ein Höchstmaß an Einlagensicherheit, sie werden vom deutschen Staat ausgegeben, der zugleich als Schuldner für die hundertprozentige Rückzahlung bürgt.

Die Bundesanleihe

Die Bundesanleihe gehört zu den Bundeswertpapieren und stellt eine Schuldverschreibung des Bundes dar. Die Bundesrepublik Deutschland bringt in bestimmten Abständen Staatsanleihen (Bundesanleihen) auf den Kapitalmarkt, um den öffentlichen Haushalt zu finanzieren. Mit der Anleihe verschafft sich der Staat günstige Kredite durch Privatpersonen und institutionelle Anleger, die im Gegenzug mit einer festen Verzinsung ihres Kapitals rechnen dürfen. Nach der Emission werden Bundesanleihen zunächst von der Deutschen Finanzagentur der „Bietergruppe Bundesemissionen“ angeboten. Dabei handelt es sich um eine Gruppe aus ca. 50 Kreditinstituten und Wertpapierhäusern, die sich im um den Ankauf bewerben können. Sie teilen der Finanzagentur jeweils ihre gewünschte Stückzahl und ihre Preisvorstellung mit. Der Bund bestimmt anschließend den niedrigsten akzeptablen Preis zu dem die Emission erfolgen soll. Den Zuschlag erhalten nur die Gebote oberhalb dieses Preises. Private Anleger können am so genannten „Tender-Verfahren“ nicht teilnehmen, sie können jedoch sofort im Anschluss die neue Bundesanleihe bei den Banken und Sparkassen erwerben.

Rendite mit Bundesanleihen erzielen

Bundesanleihen werden mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgelegt, die zwischen 10 und 30, Jahren liegen. Die Besitzer erhalten über die jeweiligen Zeitraum hinweg einen garantierten Festzins, die Zinsausschüttung erfolgt einmal jährlich. Mit der Bundesobligation sind auch Anleihen mit kürzeren Laufzeiten erhältlich. 
Die Verzinsung der Bundesanleihe hängt von in erster Linie vom Marktzinsniveau zum Zeitpunkt der Ausgabe ab. In Phasen niedriger Leitzinsen werden Bundesanleihen zu ähnlichem niedrigem Zinsniveau emittiert. Der beste Zeitpunkt zum Kauf einer Schuldverschreibung ist das Ende einer Hochzinsphase, der Anleger erhält dann für viele Jahre einen vergleichsweise hohen Zinssatz. Bundesanleihen müssen nicht über die ganze Laufzeit hinweg gehalten werden, ein Verkauf an der Börse zum jeweils gültigen Tageskurs ist jederzeit möglich. Mit dem Börsenhandel können die Anleger durch die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis einen Gewinn erzielen. Der Wert einer Bundesanleihe kann deutlich über ihren Ausgabepreis steigen, wenn beispielsweise der Leitzins während der Laufzeit deutlich absinkt. In dem Fall ist es für viele Anleger lukrativ bereits laufende Bundesanleihen mit vergleichsweise hoher Verzinsung zu kaufen. 



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